Elektronikfertigung in China: 7 Risiken im Überblick
Die Elektronikfertigung in China bietet enorme Kostenvorteile, modernste Produktionskapazitäten und kurze Durchlaufzeiten. Gleichzeitig zögern viele Schweizer Unternehmen, diesen Schritt zu gehen. Der Grund ist selten fehlendes Interesse – sondern Unsicherheit und Respekt. Denn Qualität, Kommunikation, Datenschutz, IP-Schutz und Logistik gelten als zentrale Risiken. Besonders für KMU und Entwicklungsabteilungen können Fehlentscheidungen teuer werden.
Dieser Beitrag zeigt die 7 wichtigsten Risiken der Elektronikfertigung in China – und wie sie durch klare Prozesse und Struktur kontrollierbar werden bzw. wie RedBridge EMS sicherstellt, dass Ihr Projekt in guten Händen ist.
20.12.2025, René Bachmann
1. Qualitätsrisiken durch fehlende Standards
China verfügt über hochmoderne Fertigungsstätten – aber auch über Anbieter mit stark schwankendem Qualitätsniveau.
Das Risiko entsteht nicht durch den Standort, sondern durch
● Fehlende oder unklare Spezifikationen
● unzureichende Prozesskontrollen
● fehlende Qualitätsüberwachung
Typische Folgen
❗schwankende Lötqualität
❗abweichungen bei Leiterbahnbreiten, Bohrungen oder Beschichtungen
❗hohe Ausschussquoten beim Serienstart
👉 Der eingesetzte Fertigungspartner ist unter anderem Zulieferer der chinesischen Automobilindustrie und erfüllt entsprechend hohe Qualitätsanforderungen. Wir arbeiten mit klar definierten PCB- und PCBA-Spezifikationen, geprüften Fertigungspartnern und automatisierten Prozessen. AOI, Electrical Testing und Röntgenprüfung sind integraler Bestandteil des Produktionsprozesses und werden nach Schweizer Qualitätsverständnis überwacht.
2. Kommunikations- und Kulturbarrieren
Missverständnisse zählen zu den meist unterschätzten Risiken in der Elektronikfertigung.
Technische Details werden häufig unterschiedlich interpretiert, insbesondere bei
❗Beschaffung der Komponenten
❗Einhaltung der Toleranzen
❗Änderungsständen bzw. Versionierung
Unterschiede in Sprache, Mentalität und Entscheidungsprozessen führen dazu, dass Probleme zu spät oder gar nicht eskaliert werden.
👉 Wir übernehmen die technische und kulturelle Schnittstelle zwischen Schweizer Entwicklungsteams und der Fertigung in China. Grundlage bildet ein strukturierter und automatisierter Prozess. Das Team von RedBridge EMS verfügt über tiefes kulturelles Verständnis und kommuniziert direkt in chinesischer Sprache. Gleichzeitig sind die Schweizer Qualitäts- und Wertvorstellungen bei den Fertigungspartnern klar verankert. Anforderungen, Änderungen und Abweichungen werden eindeutig dokumentiert, abgestimmt und nachvollziehbar kommuniziert.
3. Intransparente Bauteilbeschaffung
Ein häufiges Risiko in der Elektronikfertigung liegt in der Bauteilbeschaffung
❗Verwendung nicht spezifizierter Alternativen
❗Austausch von A- gegen B- oder C-Teile
❗fehlende Rückverfolgbarkeit
Gerade bei Bauteilengpässen kann dies zu unbemerkten Designabweichungen führen – mit direkten Auswirkungen auf Zuverlässigkeit, Zertifizierungen und die Lebensdauer des Produkts.
👉 Die Bauteilbeschaffung bei RedBridge EMS erfolgt ausschliesslich auf Basis klar definierter Hersteller- und Part-Nummern. Als Ausganglage hierfür dienen etablierte Distributoren wie Mouser oder DigiKey. Anpassungen werden – falls überhaupt notwendig – nur in Rücksprache mit dem Kunden vorgenommen. Die finale Freigabe liegt dabei stets beim Kunden. Substitutionen erfolgen nicht ungeprüft, sondern werden transparent abgestimmt, dokumentiert und nachvollziehbar freigegeben. Dadurch bleibt die Bauteilqualität jederzeit kontrollierbar und rückverfolgbar.
4. Datenschutz & IP-Schutz
Für viele Schweizer Unternehmen stellt dies das grösste Hemmnis bei der Elektronikfertigung im Ausland dar.
Typische Sorgen sind
❗Weitergabe von Gerber- oder BOM-Daten
❗Nutzung von Designs für Drittprojekte
❗fehlende rechtliche Durchsetzbarkeit
👉 Die Projekt- und Produktionsdaten werden bei RedBridge EMS in der Schweiz gehostet. Der Zugriff auf diese Daten ist klar geregelt und auf das notwendige Minimum beschränkt. Die Datenhoheit bleibt jederzeit vollständig beim Kunden. Für die Umsetzung des Projekts notwendige Daten werden ausgewählten Fertigungspartnern in China ausschliesslich im erforderlichen Umfang zur Verfügung gestellt und dort mit derselben Sorgfalt sowie gemäss definierten Schweizer Vorgaben behandelt. Eine Weitergabe an Dritte erfolgt nicht.
RedBridge EMS verpflichtet sich, sämtliche Projektdaten innerhalb von 30 Tagen zu löschen, sofern kein Auftrag zustande kommt oder der Kunde keine weitere Speicherung wünscht. Bei laufenden Projekten erfolgt die Datennutzung ausschliesslich im Rahmen des vereinbarten Auftrags.
5. Fehlende Prozessstabilität bei wechselnden Fertigungspartnern
Ein häufig unterschätztes Risiko in der Elektronikfertigung im Ausland ist mangelnde Prozessstabilität.
Wechselnde Fertigungspartner, unterschiedliche Standards und nicht eingespielte Abläufe führen zu
❗variierender Fertigungsqualität
❗inkonsistenten Prüfprozessen
❗schwer reproduzierbaren Ergebnissen
Gerade bei Serienprodukten kann dies langfristig zu Qualitätsschwankungen, erhöhtem Abstimmungsaufwand und unnötigen Kosten führen.
👉 Wir arbeiten bewusst mit einem langfristig aufgebauten, geprüften Fertigungspartner. Die Prozesse sind eingespielt, dokumentiert und über mehrere Projekte hinweg stabil etabliert. Dadurch bleiben Qualität, Abläufe und Ergebnisse reproduzierbar – auch bei wechselnden Stückzahlen oder Projektphasen. Diese enge Zusammenarbeit ermöglicht eine hohe Prozesssicherheit und klare Verantwortlichkeiten über den gesamten Fertigungsablauf hinweg.
6. Unterschiedliche Wertehaltung bei Qualität und Verantwortung
Ein häufig unterschätztes Risiko in der internationalen Elektronikfertigung liegt in unterschiedlichen Qualitäts- und Wertevorstellungen. Während Schweizer Unternehmen höchste Anforderungen an Präzision, Dokumentation und Verlässlichkeit stellen, werden diese Erwartungen international nicht immer gleich interpretiert.
Typische Auswirkungen sind
❗unterschiedliche Auffassung von Qualität und Toleranzen
❗abweichendes Verständnis von Verantwortung und Eskalation
❗Fokus auf Durchsatz statt langfristiger Prozessstabilität
Gerade bei komplexen Baugruppen oder Serienprojekten kann dies zu Diskrepanzen zwischen Erwartung und Ergebnis führen. Gleichzeitig ist zu berücksichtigen, dass Shenzhen als globales Zentrum der Elektronikfertigung über eine aussergewöhnliche Dichte an Know-how, modernsten Produktionsanlagen und spezialisierten Zulieferern verfügt. In kaum einer anderen Region sind Entwicklungs-, Fertigungs- und Lieferketten so eng verzahnt, was Shenzhen für viele Technologien zum internationalen Referenzstandort der Elektronikindustrie macht.
👉 Wir stellen sicher, dass Schweizer Qualitäts- und Wertevorstellungen verbindlich in den Fertigungsprozess integriert sind. Diese Anforderungen sind klar definiert, dokumentiert und beim Fertigungspartner fest verankert. Durch die enge, langfristige Zusammenarbeit und kontinuierliche Abstimmung wird sichergestellt, dass Qualität nicht situativ, sondern als verbindlicher Standard verstanden und umgesetzt wird. Verantwortung, Transparenz und Prozessdisziplin entsprechen dabei konsequent dem Schweizer Qualitätsverständnis.
7. Fehlende Gesamtverantwortung bei direkter Zusammenarbeit
Viele Schweizer Unternehmen werden direkt von chinesischen Fertigungsbetrieben kontaktiert oder stellen auf eigene Initiative Anfragen in China.
In solchen Konstellationen ist es jedoch oft schwierig, eine klare Gesamtverantwortung zu definieren
❗Wer überwacht die Qualität?
❗Wer stellt sicher, dass Spezifikationen eingehalten werden?
❗Wer trägt die Verantwortung bei Abweichungen?
Gerade ohne lokale Präsenz, kulturelles Verständnis und klare Prozessführung wird die direkte Zusammenarbeit schnell zu einem Wagnis – insbesondere bei komplexen Baugruppen oder Serienprojekten.
👉 RedBridge EMS übernimmt die Gesamtverantwortung für den gesamten Fertigungsprozess und stellt ein konsequentes Schweizer Qualitätsmonitoring sicher. Dieses ist integraler Bestandteil des operativen Ablaufs und transparent in der Preisstruktur berücksichtigt. Dadurch ist RedBridge EMS nicht zwingend 1:1 so günstig wie ein direktes China-Angebot. Dafür funktioniert der Prozess zuverlässig: Qualität ist abgesichert, Abweichungen werden früh erkannt und Projekte bleiben planbar. Für viele Unternehmen ist genau diese Kombination aus Kostenvorteil und funktionierender Umsetzung entscheidend.
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